Neue Entwicklungen im Bereich der «Infotronik»

Infotronik ist ein zukunftsträchtiges Feld, das Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik kombiniert. Auch Mathematik spielt eine wichtige Rolle. Ein Infotroniker entwickelt komplexe Software für die Industrie. Dieser Beruf ist ein sogenannter akademischer Beruf, welcher zu den Ingenieurswissenschaften gehört. Der Beruf an sich ist neu, die Möglichkeiten sind vielfältig und Chancen gibt es viele.

Besonders in Industrie und Medizin gibt es viele Möglichkeiten, denn diese Bereiche werden immer technischer. Den einen gilt die «Sammelwut», die dank Internet 2.0 herrscht, als Dorn im Auge. Für die anderen ist es eine Chance auf grosse Verbesserungen im Leben. Selbstfahrende Autos, die die Unfallgefahr reduzieren, Roboter, die monotone oder sehr gefährliche Arbeiten übernehmen. Big Data ist also nicht nur NSA und Bespitzelung, sondern konsequente Weiterführung unseres Lebensstandards.

Schon heute bietet ein namhaftes Startup Elektroautos an, die selbstfahrend sind, deren Sensoren gut genug arbeiten, dass man über Kilometer weder Gaspedal noch Lenkrad anfassen muss. Man ist zwar immer noch im Auto sitzend, um eingreifen zu können, wenn es denn notwendig ist. Auch hat es bereits einige Unfälle gegeben, Menschen sind zu Schaden gekommen und bereits sprechen Leute davon, man müsse diese Versuche abbrechen. Doch war es vor hundert Jahren genau so, als das Automobil ansetzte, unser Leben zu verändern. Innovation fordert ihren Tribut.

In der Schweiz denken die Bahngesellschaften darüber nach, Züge autonom fahren zu lassen, ebenso in Deutschland. Hier wird in den nächsten Jahren sicherlich viel passieren, denn dank immer grösseren zur Verfügung stehender Datenmengen und schnelleren Systemen, werden wir innert kürzester Zeit die grössten Veränderungen sehen: Bald sollen Nebenstrecken versuchsweise führerlos gefahren werden. Doch die Entwicklung wird dort nicht Halt machen. Das ist erst der Anfang.

Spezialisten der Chirurgie sind weltweit rar und gesucht. Einer der besten Herzchirurgen sitzt in Bern, der beste Hirnchirurg vielleicht in Delhi – die Patienten können aber in Tallinn sein oder in Schwäbisch Gmünd. Bei einem Notfall kann ein Arzt nicht erst eingeflogen werden, zumal aus anderen Zeitzonen, wo man auch noch eine Akklimatisationsfrist hat. Hier kann die Infotronik hilfreich sein: Es werden gerade Roboter entwickelt, welche Operationen aus der Ferne ermöglichen – Der Spezialist sucht seinen Operationssaal auf, der Patient liegt irgendwo auf der Welt in der Narkose und durch den Roboter wird der Arzt mit dem Patienten verbunden. Erste Versuche wurden in Deutschland zwar erst im Röntgenraum gemacht, ohne dass der Arzt viele tausend Kilometer weg ist. Nichtsdestotrotz ist dies bereits ein Meilenstein und man kann frohen Mutes in die Zukunft blicken.

Übrigens: Selbstfahrende Busse gibt es bereits in einigen Städten in der Schweiz, Frankreich und bald auch in Estland, wenn man die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, soll eine vollautomatisierte Buslinie die Gäste in Tallinn herumtransportieren.

Steht man also vor der Studienwahl, sollte man sich unbedingt überlegen, ob Interesse, Talent und Durchhaltevermögen für naturwissenschaftliche Fächer vorliegen, denn ein Master in Infotronik öffnet viele Türen zu einer rasant wachsenden Welt.

Neueste Beiträge

Neueste Kommentare

    Archive

    Kategorien

    Meta

    Severin Thomas Verfasst von: